Erfahrungsbericht Psychotherapeut/in IBW

Petra Sandor
Fachexpertin für Psychologie aus Kempten (Allgäu)
„Jetzt bin ich Projekt-
Managerin mit Menschenkenntnis“
Wenn ich in die Runde meiner Projektgruppe schaue, gratuliere ich mir jedes Mal wieder zu der Entscheidung, die Ausbildung zur „Fachexpertin für Psychologie“ gemacht zu haben. Zusätzlich zu meinem Beruf als Projektmanagerin habe ich das Studium abgeschlossen. Auf diese Leistung bin ich stolz.
Denn damit habe ich mir nicht nur einen Lebenstraum erfüllt – nämlich Menschen in ihrem Innersten „sehen“ zu können – sondern auch eine Erleichterung und Erweiterung für meine Arbeit als Projektleiterin erreicht. Und nicht zuletzt habe ich dieser Ausbildung auch meinen „Karrieresprung“ zu verdanken.Ursprünglich komme ich aus einer ganz anderen Richtung. Ich habe Informatik studiert und habe mich viele Jahre lang mit meinen „Maschinen“ hervorragend verstanden, in unterschiedlichen Programmiersprachen mit ihnen kommuniziert und zufrieden zugesehen, wie diese den Menschen zur Seite standen und die Arbeit erleichterten.
Doch irgendwann war mein Drang, direkt mit Menschen zu arbeiten, größer als die Zufriedenheit mit meinem Job als „Computer-Flüsterin“. Also wechselte ich die Stelle und begann Projektmanagement zu studieren. Schon während des Studiums kristallisierte sich die Erkenntnis heraus, dass der Mensch der Schlüssel zum Erfolg ist. Da sich das Studium mit dem „Menschen“ im Projekt befasste, dachte ich, dieses Wissen würde ausreichen, um eine erfolgreiche Managerin werden zu können. Weit gefehlt. Die Realität zeigte, dass die Menschen in einer Projektgruppe mindestens so wichtig sind wie das Fachwissen: wirtschaftliches und analytisches Denken, Projektpläne und Risikoanalysen. Das Spezifische an einer Projektgruppe ist, dass die Menschen nur für eine begrenzte Zeit miteinander arbeiten. Sie entstammen unterschiedlichen Fachbereichen, je nach Projektgröße gar unterschiedlichen Firmen. Sie repräsentieren unterschiedliche Kulturen und haben wenig Zeit, um eine Einheit bilden zu können.
Nachdem mein erstes Projekt mir zeigte, dass kein Weg an der Tatsache „Mensch“ vorbeiführt und ich sowieso wieder „Geschmack“ am Studieren gefunden hatte, entschloss ich mich zu einem weiteren Studium, diesmal in Richtung Psychologie. Ich suchte und suchte.
„Ich legte Wert auf die Qualität der Ausbildung“
Ich wollte keine beliebige Ausbildung. Ich legte Wert auf Qualität, Professionalität, viel und gutes Wissen. Außerdem suchte ich nach einem Fernstudium, damit ich weiterhin meine Arbeit machen konnte. Meine Ansprüche waren hoch. Entsprechend lang suchte ich, bis ich über einen Hinweis auf das IBW stieß. Das Telefongespräch verlief sehr angenehm, meine spätere Tutorin, Fr. Schilling, gab mir alle notwendigen Informationen und das Gefühl – das ist es!Fachexpertin für Psychologie mit Diplom! Das war´s, was ich wollte. Mit diesem Wissen kann ich mich in jede Richtung spezialisieren. Doch von Anfang an setzte ich meinen Schwerpunkt auf Unternehmensberatung, vor allem auf die Unterstützung der Mitarbeiter in Veränderungsprozessen.Ich arbeite in einem fusionierten Unternehmen und ich wusste ganz genau, wie schwierig so ein Prozess einer Vereinheitlichung mehrerer Kulturen ist. Vor allem aber wusste ich, wie viele Ängste mit Veränderungen verbunden sind.

Im Frühherbst 2004 fing ich mein Studium an, Frau Schilling an meiner Seite. Viele Ordner Wissen habe ich seitdem gewälzt, etliche Seminare wie Personal Identity, Aufbau und Praxis der psychologischen Gesprächsführung, Methoden effektiver Verhaltensänderung besucht. Ich habe dort viele Kommilitonen getroffen und mit ihnen Erfahrungen ausgetauscht. Im Dezember 2005 habe ich mein Studium beendet. Jetzt schreibe ich an meiner Diplomarbeit.
„Heute bin ich Abteilungsleiterin“
Und heute? Heute bin ich Abteilungsleiterin des IT- Bereichs in meiner Firma. Ich führe 20 Mitarbeiter, berate den Vorstand und gebe anderen Führungskräften Unterstützung, falls sich in ihren Abteilungen große Veränderungen ankündigen. Und ich leite Projekte.Zur Zeit fusionieren gerade zwei große Rechenzentren, unsere Firma ist davon betroffen. Für die Mitarbeiter ändert sich die Technik und die Ablaufprozesse. Mit dem Wissen aus dem Studium habe ich einen neuen Blickwinkel auf die Struktur einer Projektgruppe bekommen. Heute schaue ich nicht nur darauf, ob die Teilnehmer das notwendige Fachwissen mitbringen, ich achte auch darauf, dass in der Projektgruppe ein paar „Strategen“ zu finden sind, damit die Planung stimmt. Ein paar „Aktionsmenschen“, damit die Umsetzung zügig über die Bühne geht. Und ein paar „Beziehungsmenschen“, damit die Kommunikation im Unternehmen klappt. Ich kümmere mich um das Informationsmanagement und bringe dabei meine Erfahrungen aus der psychologischen Gesprächsführung mit ein. Meine Mannschaft soll in jeder zwischenmenschlichen Interaktion die Bereitschaft zur Verhaltensänderung spüren, die von uns Mitarbeitern gewünscht ist. Dadurch haben sie keine Angst mehr vor der Veränderung. Ich denke oft zurück, vor allem dann, wenn ich mich selbst im Spiegel anschaue und mehr sehe als ich früher sehen konnte. Das Studium hat mich verändert. Ich habe mich selbst besser kennen gelernt, weiß jetzt, wo meine Grenzen liegen und ich habe gelernt, sie zu akzeptieren. Ich habe ein Stück „Weisheit“ gelernt und das ist die Quelle meines Glücks, sowohl privat als auch beruflich. Ich habe gelernt, dass dieses Glück machbar ist!
Petra Sandor
Weitere Informationen unter: IBW Institut -> Lehrgänge -> Psychotherapie (staatlich zugelassen)


